Multi-Sensor-Datenfusion für Deutschland

Spitzentechnologie für die Sicherheit der Zivilgesellschaft

Big Data, heute als moderner Marketingbegriff in aller Munde, ist nicht neu, sondern hat eine Geschichte. Historisch hatten Staaten schon immer mit der Verarbeitung vieler Daten in Echtzeit zu tun, etwa bei der Überwachung des Luftraums. Wer viel fliegt, wird um die Überwachung des Luftraums froh sein – sie erhöht die Flugsicherheit. Doch nicht nur der zivile Flugverkehr wird überwacht. Die Beobachtung erlaubt es festzustellen, ob nicht-kooperative Flugzeuge die unerlaubte Verletzung eines Luftraums begehen. Die Beobachtung eines Luftraums und Suche nach möglichen Angreifern nimmt beispielsweise dann zu, wenn ein Land ein Großereignis wie eine Fußballweltmeisterschaft ausrichtet oder kriegerische Konflikte in nahegelegenen Staaten auftreten.

So funktioniert die Datenfusion

Technologisch ist es die Multi-Sensor-Datenfusion, die ein Echtzeit-Lagebild ihrer Umgebung erlaubt. Dieses Lagebild ist mehr als nur die Summe aller rohen Eingangsdaten. Es entsteht aus der Vorverarbeitung roher Sensordaten, ihrer sinnvollen Zusammensetzung – der Fusion – und liefert de facto neue Information mit dem Ziel auf Richtigkeit, Genauigkeit und Vollständigkeit.

 

Bei der Multi-Sensor-Datenfusion tasten viele Sensoren, häufig von unterschiedlicher Art und Bauweise und deshalb als nicht-kommensurable Datenquellen bezeichnet, ihre Umgebung ab. Gegenstände, die von der Abtastung betroffen sind, erzeugen Daten – zum Beispiel Schwingungen. Bei der Sensor-Level-Fusion werden diese Umgebungsdaten mehr oder weniger vorverarbeitet an die Fusion Engine weitergeleitet, die die Daten so zusammenfügt, dass klar wird, was nicht in die Umgebung passt: Jagdflieger, Hindernisse bei der Fortbewegung eines Fahrzeugs oder Minen in einem Feld.

Die moralischen Grenzen der Datenfusion

Während die Multi-Sensor-Datenfusion von Staaten für die Sicherheit ihrer Zivilgesellschaften eingesetzt wird, wird sie auch von der Wirtschaft vermehrt genutzt. (Teil-)autonome Automobile setzen auf die Datenfusion, aber inzwischen auch Internetgiganten. Hier allerdings ist das Ziel der Datenfusion nicht mehr ein Objekt, sondern der Internetnutzer. Als Sensoren dienen das Smartphone einer Person, ihr Auto, ihr Fitness-Armband oder ihre intelligente Haustechnik – kurzum, das "Internet der Dinge". Fusion Engines analysieren die Ausgangsdaten der persönlichen Sensoren und setzen so das Gesamtbild einer Person zusammen. Die Person wird überwacht und gleichzeitig analysiert, klassifiziert und standardisiert – mit nicht abschätzbaren Folgen für die Zukunft der Person, für die Schicksal eine völlig neue Bedeutung bekommt, wenn die Datenfusion ihr Urteil gefällt hat und sehr genau weiß, in welcher Lage sich die Person befindet: verheiratet, geschieden, überschuldet, vorbestraft, mit einem voraussichtlich künftigen Finanzbedarf von n Euro oder einer Wahrscheinlichkeit p, in den nächsten fünf Jahren an Krebs zu erkranken… Die Nutzung dieser Lageinformation, etwa durch Weiterverkauf an Banken, Versicherungen, andere Unternehmen verstößt gegen die Menschenwürde. Das war nicht die initiale Absicht der Architekten der Multi-Sensor-Datenfusion; so jedoch wird sie zur größten gesellschaftlichen Herausforderung unseres Jahrzehnts.

Teramarks Kernteam, Pioniere der Datenfusion

Teramark Technologies lehnt die Anwendung der Datenfusion auf Personen streng ab. Der Einsatz zu Sicherheitszwecken bleibt dennoch sinnvoll. Die bislang leistungsfähigsten Implementierungen der Datenfusion kommen aus dem Umfeld der künstlichen Intelligenz. Mit einer fast zwanzigjährigen Erfahrung bei der Implementierung von Datenfusionssystemen mit künstlicher Intelligenz hat das Teramark-Kernteam auf dem Gebiet der Datenfusion Pionierarbeit geleistet. Eine ebenso lange Erfahrung besteht beim operativen Betrieb dieser Systeme.

Politikberatung

Wir stehen zur Verfügung, wo die Politik Technologieberatung braucht.

 

Ziel der Politikberatung

 

Das deutsche Parlament der Legislaturperiode 2013-2017 setzt sich zum überwiegenden Teil aus den Top-Berufen Jurist, Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter zusammen. Die Technologen hingegen sind erschreckend unterrepräsentiert - ein Problem in Zeiten der digitalen Revolution, deren Technikfolgen tatsächlich zum Umsturz führen wird: Die Umwälzungen in Industrie und Wirtschaft, deren taditionelle Geschäftsmodell wanken, zeugen bereits davon. Auch die Zivilgesellschaft als Ganzes wird drastischen Verwerfungen nicht entgehen.

 

Wir helfen, den Staat für die Technikfolgenbeurteilung zu professionalisieren - auf Bundes- und auf Landesebene.